Tantrische Sexualität

Sexualität gehört zu unseren größten Sehnsüchten. Wir denken, dass wir alles Wichtige darüber wissen. In Wahrheit ist Sexualität eine sehr komplexe Angelegenheit. Was immer wir darüber herausfinden, es gibt solange Neues zu entdecken, bis wir ein Tantra-Level erreicht haben, das multiorgasmisch und nicht ejakulierend ist. Das heißt für Männer zu lernen, nach innen zu ejakulieren.

In der Dualität stellt die Liebe den weiblichen Teil und das Bewusstsein den maskulinen Teil dar. Durch die Vereinigung treten wir in die Nicht-Dualität. Durch die Praxis des Tantra wird unsere Liebe auf eine spirituelle Ebene gehoben. Wir werden durch unseren Geist und nicht allein durch unsere Körper miteinander verbunden. Paare erfahren eine ungeahnte Tiefe in ihrer Beziehung, was dazu führt, dass Unstimmigkeiten ihre Bedeutung verlieren und sie zusammen bleiben.

Physiologisch gesehen sind Männer die Schwächeren, obwohl sie sich als stärker sehen. Sie haben zwar mehr Muskelkraft, aber sie sind nicht in der Lage, ihren Körper zu kontrollieren. In der Sexualität sind die Frauen wesentlich stärker. Frauen brauchen Zeit, um erregt zu werden – und Männer sind nicht in der Lage, den Samenerguss so lange zu halten. Wenn die Frau sich nur etwas geöffnet hat, ist der Mann schon fertig. Das ist das größte Problem unserer Zeit. Um dies zu lösen, müssen die Männer das als Problem anerkennen und daran arbeiten.

Wenn Männer ihre Schwäche annehmen und begreifen, dass sie es sind, die zum Standard der Frauen aufschließen müssen, um deren Erwartungen erfüllen zu können, können sie viel lernen. Es gibt Techniken, Rituale, yogische Übungen, sogar medizinische Hilfe um den Samen in sich zu behalten und die Erwartungen ihrer Frauen zu erfüllen. So viele Probleme lösen sich damit auf! Aber zuerst müssen die Männer das überhaupt erst einmal als ihr Problem anerkennen. Auch Psychologen können helfen, denn eine schnelle Ejakulation hat oft mit hohem Leistungsanspruch und der Zielorientierung auf den Orgasmus zu tun, sobald eine Erregung aufsteigt.

Diese Art ist ein langsamer Sex, du führst deine Partnerin in entspanntem Beisammensein zur Erregung. Auf diese Weise fällt alles in die natürliche Ordnung und auch alte Wunden aus unbefriedigenden Erfahrungen werden geheilt. Wenn du hingegen die Frauen wie eine Maschine antreiben willst, läuft alles schief.

Wenn eine Frau von einem Mann vollständig befriedigt ist und sich ganz und gar erfüllt fühlt, schauen sie sich nach niemand anderem um. Wenn eine Frau sich für andere Männer interessiert, heißt das, dass sie sexuell nicht erfüllt ist. Wenn Männer das verstehen, wird sich eine Lösung finden. Wenn Männer stattdessen die Schwäche bei der Frau suchen und von ihr Anpassung verlangen, kommen alle nicht weiter.

Für langanhaltenden tantrischen Sex ist es wichtig, dass der Mann die Ejakulation stoppen kann. Ejakulation wird oft als „Kommen“ bezeichnet. Dabei ist es eigentlich ein „Gehen“. Der Mann gibt mit der Ejakulation seine Lebensenergie, Millionen von lebenden Spermien, Hormone, Nährstoffe und sogar einen kleinen Teil seiner Persönlichkeit ab. Das ist spirituell, mental und körperlich ein großes Opfer.  Beim tantrischen Sex hat ein Mann einen Orgasmus ohne Ejakulation. Er injakuliert. Dafür wird der Akupunkturpunkt gedrückt, der sich zwischen Hodensack und Anus befindet. Er ist identisch mit dem Perineum. Der Orgasmus wandelt sich in Exstase und das Sperma wird über die Prostata in den Blutkreislauf abgegeben.